Solche Entscheidungen (Index, Zensur usw.) beruhen meist immer auf der Angst vor dem Ungewissen. Es gibt immer noch keine aussagekräftigen Untersuchungen zu dem Thema Gewalt in Medien und ob diese in irgendeiner Form Einfluss nehmen auf unser Hirn (direkt) oder unser Moralempfinden.
Äußerungen in Foren wie "die/den sollte man erschießen", bringen rein gar nichts für die Diskussion über Gewalt in Videospielen, eher liefern sie den Neinsagern in den Reihen unserer Politiker neuen Zündstoff im Krieg gegen Videospiele. Klar, ich ärgere mich auch, aber diesen Ärger in solche Äußerungen zu stecken bringt nix und ist eher kontraproduktiv.
Eine Indizierung bedeutet nur, dass diese Spiele nicht im Regal stehen dürfen. Wenn ein 18+ Jahre alter Spieler so ein Spiel aber haben will, kann er immer noch nen Verkäufer fragen und das Spiel kaufen. Ob große Kaufhäuser solche Spiele jedoch im Sortiment behalten ist natürlich fraglich, da ohne Werbung für solche Spiele sie wohl eher drauf sitzen bleiben und deswegen wohl tendenziell solche Spiele aus dem Programm nehmen. Aber kleine Spieleläden haben diese Titel meist doch noch unter der Theke.
Der Verbot eines Spieles ist da schon was anderes.
Also erstmal keine Aufregung. Jugendschutz richtet sich "eigentlich" schon in die richtige Richtung. Glaube keiner will wirklich das 8 oder 10 jährige solche Spiele wie Manhunt oder Condemned spielen, oder? (ausser natürlich den 8 oder 10 jährigen

)
Ich denke, dass sich das Thema Videospiele und Gewalt in den nächsten Jahren legen wird, so wie sich die gleichen Diskussionen über jedes andere Medium welches Sex und Gewalt dargestellt hat auch gelegt haben. Irgendwann werden die "neuen" Medien immer akzeptiert und wer weiß, vielleicht wird ein Titel wie Manhunt mal als Kunst im Museum stehen, Doom hat es ja schon geschafft.
Also bei solchen News erstmal tief Luft hohlen.
Peace
Und DarkRaziel hat vollkommen recht. In erster Linie sollten die Eltern Verantwortung übernehmen, entscheiden und sich dafür interessieren was ihre Kinder spielen und nicht irgendeine Behörde oder ein Gesetz. Leider ist es bis dahin wohl noch ein weiter Weg, im Moment wollen die Eltern ja leider lieber Hilfe von der Politik als sich mit ihren Kids zu beschäftigen.