Zitat:
Zitat von Stefan8
Hm, das malende Tier ist natürlich ein Grenzfall! Da stellt sich mir auch ein bisschen die Frage, wie menschliche Einwirkung aussehen kann. Ich geh mal nicht davon aus, dass der Affe von sich aus kreativ zugange war, sondern würde jetzt eher sagen, dass der Affe Teil des Kunstwerks ist - vielleicht sogar ein nicht ganz unwesentlicher, denn immerhin wird ja deutlich drauf hingewiesen.
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Ja, das ist es!

Der Affe wurde vermutlich einfach nur instrumentalisiert um den Ursprung des Werkes zu banalisieren und so wurde er vom Schöpfer zum Teil seines eigenen Werkes.
Als Grund dafür könnte ich mir die Tatsache vorstellen, dass jeder Rezipient sich als Folge dieser Banalisierung jeglichen künstlerischen Einfluss auf das Werk selbst zuschreiben konnte. Die Frage, ob er von dem Schöpfer durch das Werk gezielt beeinflusst wird, oder ob er es ist, der das Entdeckte hervorgebracht hat, musste nicht mehr gestellt werden. Jeder Gedanke, den das Werk hervorgebracht hat, kam aus dem Rezipienten und kein einziger aus dem Schöpfer...ich denke, dass das der Reiz an dem "malenden Affen" war.
Zitat:
Zitat von Stefan8
Ja, genau das denk ich auch!
Ich würde nämlich sagen (und damit ist man sogar schon recht nah an einer Lösung), dass sich die Frage "Sind Videospiele Kunst?" nicht pauschal beantworten lässt, weil das Kunstwerk erst in der Wahrnehmung durch den Rezipienten entsteht und somit letztlich im Kopf der Subjekte.
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Ich glaube, das ist es: Wir haben den Beginn betrachtet und wir haben das Ende betrachtet, aber die Kunst findet man dazwischen. Allein die Wechselwirkung zwischen Werk und Rezipient kann zur Kunst reifen. Das Werk ist nicht mehr als ein Impuls und der Rezipient nicht mehr als der Schlüssel der Kunst in die Welt. Klingt verrückt, aber ich denke, alles andere ist Nichts.
Videospiele können also, ebenso wie Filme, Musik, Gemälde etc., ausschließlich der Impuls sein, der Kunst entstehen lässt.
Oh wow...
...ich muss mir direkt morgen ein gutes Kunst-für-Dummies-Buch bestellen: Da muss ich mich tiefer reindenken.
Edit:
Gesagt,
getan.