Gamestrend-Netzwerk:
 
Suchen
Zurück   Playstation 3 Forum - PS3-Talk > Blogs > Fox-Cry
Benutzerliste Interessengemeinschaften News einsenden Gruppen Trophies Spieledatenbank

Bewerten

Shadows of the Damned - Review

"Shadows of the Damned - Review" bei Mister Wong speichern "Shadows of the Damned - Review" bei YiGG.de speichern "Shadows of the Damned - Review" bei Google speichern "Shadows of the Damned - Review" bei del.icio.us speichern "Shadows of the Damned - Review" bei Digg speichern "Shadows of the Damned - Review" bei GameBuzz speichern "Shadows of the Damned - Review" bei icio.de speichern "Shadows of the Damned - Review" bei My Yahoo speichern "Shadows of the Damned - Review" bei Newstube speichern "Shadows of the Damned - Review" bei SEOigg speichern "Shadows of the Damned - Review" bei Technorati speichern "Shadows of the Damned - Review" bei oneview speichern
Veröffentlicht: 29.10.2012 um 21:01 von Fox-Cry
Aktualisiert: 01.11.2012 um 21:42 von Fox-Cry

Shadows of the Damned – What the hell did I just play?



Same old story 2.0
Die virtuelle Herzensdame in Gefangenschaft eines grausamen Herrschers und ein von Liebe getriebener Held, bereit dafür alles für ihre Freiheit zu tun, ist wohl das bekannteste Szenario der Videospielgeschichte – dem schnurrbärtigen Klempner sei Dank. Fusioniert nun dieses Szenario mit den Ideen des Killer-7-Schöpfers Goichi Suda und dem geistlichen Vater der Resident-Evil-Serie Shinji Mikami, erblickt ein Bastard namens “Shadow of the Damned“ das Licht der Videospielwelt.
In der Rolle des Dämonenjägers Garcia Hotspur werdet ihr Zeuge, wie eure Freundin Paula entführt wird. Doch hier handelt es sich nicht um eine normale Entführung. Fleming, der Lord of Demons, bestraft euch höchstpersönlich für das Abmetzeln seiner Untertanen. Er biete zwar an euer Herzblatt sofort frei zulassen, doch im Gegenzug dafür sollt ihr für eure Taten büßen und eingestehen sich mit einer höheren Macht angelegt zu haben. Wie es sich für einen abgebrühten Dämonenjäger gehört, erwidert ihr sein Angebot mit einem gebündelten Lichtschuss, der ihn und Paula in sein dunkles Reich (zurück-)befördert. Fortan ist es eure Mission, Garcias Perle aus den Klauen Flemings zu retten. Doch der Trip in die Unterwelt bestreitet der Held in der lila Lederjacke nicht ohne seinen dämonischen Sidekick Johnson – ein schwebender Totenkopf mit britischem Akzent.

Nicht ohne meinen Johnson
Im Vergleich zu seinen Gleichgesinnten, kann euch Johnson in Form einer Fackel, eines Motorrads oder einer von drei Argumentationsverstärkern zur Seite stehen. Auf den ersten Blick scheint das Waffenarsenal eher geringfügig ausgestattet zu sein, doch durch das Sammeln von unterschiedlich farbigen Juwelen, lassen sich die Pistole, Schrotflinte oder das Maschinengewehr einem Upgrade unterziehen. Rote Juwelen dienen dazu, die Kapazität, Stärke, Schussrate oder Gesundheit zu verbessern. Blaue hingegen verleihen den Waffen neue Funktionen. So wird aus der Schrotflinte im späteren Verlauf eine Art Raketen-/Granatwerfer – je nachdem wie lange der Schussknopf gehalten wird. Während rote Juwelen gerne versteckt sind oder mit weissen gekauft werden können, erlangt man die blauen nur durch das Besiegen von Bossgegnern. Sonderlich schwer sind diese zwar nicht zu meistern, dafür aber umso abgedrehter in ihrem Auftreten. Ein Reiter mit Pferdekopf auf einem Pferd mit Menschenkopf gehört dabei noch zu den normaleren Kreaturen.


Crazyness en masse
Generell legten die Entwickler sehr viel Wert darauf, dem Spieler eine möglichst gestörte und perverse, aber dennoch glaubhafte (Unter-)Welt zu erschaffen. Das fängt bei verschlossenen Türen an, die von Babygesichtern bewacht werden und sich nur öffnen lassen, indem man sie mit einem Gehirn, Auge oder einer Erdbeere füttert. Das geht weiter bei der lebensenergieraubenden Finsternis, die nur durch einen gezielten Lichtschuss auf einen Ziegenkopf neutralisiert werden kann – was sonst. Und endet bei der Wiederherstellung eurer Lebensenergie, welche mit hochprozentigen Spirituosen wieder aufgefüllt wird. Je mehr Alkohol darin, desto mehr regenerierte Lebenspunkte für euch.

Altbewährte Heilmittel
Weniger durchgeknallt ist das Gameplay, denn hier wird einem typische 3rd-Person-Shooter-Kost mit gelegentlichen Rätselelementen vorgeworfen. Die meiste Zeit seid ihr nämlich damit beschäftigt “Schlüssel“ für verschlossene Türen zu finden, Dämonen ins Jenseits zu schicken oder Schalter in der für euch schädlichen Finsternis zu aktivieren.
Gelegentliche Side-Scroll-Shooter-Einlagen à la R-Type und Bücher die Legenden besiegter Endbosse erzählen, verpassen dem leicht monotonen Spielablauf dafür das gewisse Maß an Abwechslung.
Zur grafischen Darstellung des Psycho-Horror-Trips verwendeten die Entwickler die Unreal Engine 3, die sehr plastisch und detailgetreu die verkorkste Welt und dessen Bewohner darstellt. Zwar schlich sich ein bisschen Tearing und vereinzelte Textur-Pop-Ups unter das Grafikgewand, aber stören tut es den Spielablauf nicht.


Einmal Hölle und zurück
Wer bei Grasshoper Manufacturers Neuinterpretation, rette mit Person X, Person Y vor Person Z, nach Langzeitmotivation sucht, ist definitiv an der falschen Adresse gelandet. “Shadows of the Damned“ will mit seinen knapp sieben bis acht Stunden Spielzeit und dem etwas anderen Erscheinen kurzweilige gute Unterhaltung bieten. Lasst euch also ein auf Absurdität und wiederholende Spielprinzipien und erhaltet dafür ein One-Way-Ticket in Richtung Unterhaltung-der-etwas-anderen-Art.
Kategorie: Kategorielos
Hits 762 Kommentare 1
Kommentare 1

Kommentare

  1. Alter Kommentar
    Benutzerbild von der_Dennis
    Sehr schön!
    permalink
    Veröffentlicht: 05.11.2012 um 19:17 von der_Dennis der_Dennis ist offline