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Zurück zur Spiel-Seite Devil May Cry 5 - Vorschau

Ebenso wie Tomb Raider wird Devil May Cry einem Reboot unterzogen. Neuer Dante, neuer Stil, neue Features. Auf der Gamescom konnten wir zwei Level des Dämonen-Metzlers gründlich anspielen.

Bevor es zu heftiger Kritik oder anderweitigem Geplärre kommt, soll festgehalten werden, dass ich selbst noch nie ein Devil May Cry gespielt habe. Das bedeutet einerseits, dass ich eventuelle Hintergrundinformationen und Referenzen nicht verstanden haben könnte, andererseits aber auch, dass ich vollkommen unvoreingenommen an den Titel herangehe. Für mich ist Dante, eben dieser Typ, dieser saucoole Dämonenjäger in seinem jetzigen Look.

Der erste Abschnitt der Demo diente als Tutorial und spielte in jenem Straßenabschnitt, der schon für den ein oder anderen Trailer zu Capcoms Hack'n'Slay herhalten musste. Dante, Sohn eines Dämons und eines Engels sucht nach seinem Platz im Weltgeschehen und wird dabei häufig von einer jungen Dame begleitet, über die, abgesehen von der Tatsache, dass sie sich unsichtbar machen kann, noch keine weiteren Informationen vorliegen. Die Levelarchitektur könnte fast der gegenwärtigen Realität entspringen, doch ununterbrochen wird dieser Eindruck durch surreale Geschehnisse und Elemente demontiert. Glubschäuigige Kameras erspähen Dante, Dämonen sprießen aus dem Boden und der provokante Anti-Held beginnt sein spaßiges Gemetzel.

Pistole, Peitsche und Nahkampfangriffe stehen dem Styler zur Verfügung, ebenso wie ein Engel- und ein Dämon-Modus, der über die Schultertasten aktiviert wird und das Bewegungsrepertoire um's Dreifache erweitert. Die Kämpfe fühlen sich schnell und dynamisch an, ein Punktecounter rauscht in der rechten, oberen Ecke und fetzige Musik von Dubstep bis Metal überdrohnt die gequälten Schreie der schaurigen Kreaturen. Entsprechende Juggling-Moves erlauben es Dante gar, sowohl seine Gegner, als auch sich selbst, ewig lange in der Luft zu halten und Combos jenseits jeglicher physikalischer Gesetze durchzuziehen. Das Niedermähen der Quälgeister ist derart überstilisiert und so typisch Videospiel, dass es ein wahre Freude ist.

Jenseits der Kämpfe deaktiviert Dante die Kameras, indem er ihnen mit seiner Dämonenpeitsche das Auge herausreißt, wie einen Fußball durch die Gegend tritt und währenddessen vulgär vor sich hin pöbelt. Die kurzen Zwischensequenzen tragen zum stark überzeichnete Stil bei, ebenso wie die eingeblendeten Drohungen an den Häuserwänden. Nicht weniger cool gestalten sich die Geschicklichkeitseinlagen. Dante bewegt sich durchweg extrem faszinierend, aber noch faszinierender bewegt sich die Umgebung um ihn herum. Plötzlich länger werdende Gänge erzeugen dieses angenehme Gefühl desorientierenden Schwindels - ein Feuerwerk abgefahrener Effekte.

Der zweite Abschnitt, den wir spielen konnten und der uns anschließend noch einmal vorgespielt wurde mit entsprechenden Erläuterungen seitens Capcom, ist ein Bosskampf mit einer glitschig-dämonischen Darmschlinge namens „The Secret Ingredient“ (dt. „Die geheime Zutat“). Das widerwärtige Vieh baumelt von der Decke und schreit den unbeeindruckten Dante an. Das F-Wort fällt häufiger als in manchen Songs der Bloodhound Gang. In einem epischen Kampf mit mehreren Abstufungen gelingt es Dante durch getimte Wechsel von Plattformen und konsequentes Metzeln, die geheime Zutat in einer Schraube zu zermatschen. Eklig und abartig brutal.


Ersteindruck

Ich kenne zwar nicht die Vorgänger, aber der fette Stil von Devil May Cry hat mich voll und ganz überzeugt. Die Kämpfe sind durchaus anspruchsvoll, insbesondere, wenn man nach einer guten Punktzahl strebt, die Atmosphäre ist dank des überzogenen Grafikstils und der grandiosen musikalischen Untermalung wunderbar abgedreht, die Dialoge sind krass und vor allem gut synchronisiert. Der neue Dante gefällt mir, auch wenn ich den alten nicht wirklich kenne. Die exzessive Darstellung von heftiger Gewalt dürfte der USK allerdings weniger gefallen - zum Spiel gehört sie aber dazu.

- Stefan Simond

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