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Zurück zur Spiel-Seite Final Fantasy XIII-2 - Vorschau
Es gibt Videospielreihen, die bis auf das Äußerte ausgereizt und schon fast jährlich mit einem neuen Ableger bedacht werden. Irgendwann kommt man bei einer gewissen Zahl im Titel an und fragt sich verständlicherweise, wann die Serie wohl ein Ende findet. Eine solche Frage haben sich die Final Fantasy-Jünger wohl noch nicht gestellt, schließlich wird der Spieler mit jedem Teil in eine völlig neue Welt mit unbekannten Charakteren geschickt. Anfang 2012 wartet mal wieder ein frisches Abenteuer auf die Fans. Wir konnten schon vorab einen Blick auf das gute Stück werfen und sagen euch, ob die weitere Beobachtung als lohnenswert erachtet werden kann.

Die Übernahme des Publishers Eidos sorgte für ein breitgefächertes Portfolio bei der Traditionsfirma Square Enix. Die neuen Titel werden zwar allesamt gefördert, die alten Videospielreihen sollen aber trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Da trifft es sich natürlich gut, dass die wohl beliebteste Serie des Herstellers einen weiteren Ableger spendiert bekommt. Bei Final Fantasy XIII - 2 handelt es sich übrigens um eine direkte Fortsetzung, die sonst eher unüblich ist. Dieser Teil wird zwar gewohntermaßen eine eigene Geschichte mit einigen neuen Figuren bereithalten, aber trotzdem bekommt man es ebenso mit dem einen oder anderen bekannten Gesicht zu tun. Das Universum des Vorgängers bleibt hier also erhalten, was Freunde des letztes Teils sicherlich begrüßen werden.



Der Plot dreht sich dieses Mal allerdings nicht um die Heldenriege rund um Snow und Konsorten, sondern vielmehr um das Verschwinden von Lightning, die auch im Vorgänger eine wichtige Position innehatte. Dabei schlüpft man unter anderem in die Rolle ihrer Schwester Serah, die zuvor noch nicht spielbar war. Bei einem Angriff trifft sie auf den Charakter Noel, der ihr Leben im letzten Moment rettet und sich Serah anschließt. Alle glauben inzwischen, dass Lightning nicht mehr lebt, doch ihre Schwester will dies einfach nicht akzeptieren. Gemeinsam macht sich das Gespann also auf, um das Verschwinden aufzuklären. Dieses Unterfangen bringt die beiden an den bekannten Schauplatz Cocoon. Gleich zu Beginn werden die Protagonisten von einer gigantischen unsichtbaren Hand angegriffen. Später stellt sich heraus, dass sie dem Koloss Atlas gehört, der anscheinend keine guten Absichten hat.

Die Story des Vorgängers war zweifelsohne recht intensiv, spaltete gleichsam aber die Meinungen der Spielerschaft. Für einige Spieler waren die Figuren kaum interessant, da einige Merkmale einer Stereotypisierung vorhanden waren. Ob sich dies auch bei Final Fantasy XIII - 2 wiederholt, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Dazu konnte man von der eigentlichen Geschichte beziehungsweise deren Entwicklung bislang viel zu wenig sehen. Dennoch dürfen sich die Fans abermals über filmische Momente freuen, die mit den entsprechenden Zwischensequenzen bestens in Szene gesetzt werden.

Final Fantasy XIII bot seinerzeit gut 40 Stunden Spielzeit. Nach Aussagen der Macher konnten aber nicht alle produzierten Inhalte einen Platz in dem fertigen Produkt finden. Es existieren anscheinend noch genügend ungenutzte Areale, um einen völlig neuen Ableger in die Händlerregale zu bringen. Für Final Fantasy XIII - 2 werden jedoch angeblich keine Schauplätze wiederverwertet. Damit wollen die Entwickler abermals beteuern, dass es sich bei diesem Titel um ein komplett eigenständiges Produkt handelt. So soll man das Abenteuer auch ohne etwaiges Vorwissen genießen können. Das Spiel soll laut Angaben der Entwickler genügend Erklärungen zum Vorgänger bieten, sodass man sich keine Sorgen um mögliche Wissenslücken machen muss. Das Tutorial wird im Übrigen etwas kürzer ausfallen im Gegensatz zum Erstling, da es für zahlreiche Anhänger viel zu ausführlich und umfangreich war.



Viele treue Fans der Rollenspielserie konnten mit Final Fantasy XIII nur wenig anfangen. Ein Grund dafür war die Struktur des Spielablaufs. Die intensive Geschichte erforderte nämlich einen linearen Verlauf, was sich nun allerdings wieder ein wenig ändern könnte. Der angespielte Demolevel bot zumindest einige Alternativen bei der Wahl des Weges an, was immerhin einen Hinweis auf ein wenig mehr Freiheit gibt. Positiv fiel auch die Entscheidungsfreiheit auf. In einem Areal müssen sich die Helden beispielsweise darüber im Klaren werden, ob der Koloss sofort attackiert oder ob ein Umweg in Kauf genommen wird. Als Hilfestellung können hier die verschiedenen Meinungen der Gruppenmitglieder angehört werden. Die getroffene Entscheidung kann dabei durchaus Einfluss auf den weiteren Spielablauf haben. Bei der genannten Situation sorgte der geduldsame Umweg für Überraschungen. Durch eine entdeckte Gerätschaft konnte dem Koloss schon vorab ein Teil seiner Lebensenergie geraubt werden, wodurch der eigentliche Bosskampf wesentlich leichter ausgefallen ist.

Das Kampfsystem hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht großartig verändert. Immer noch verfügt der Spieler über eine gewisse Anzahl von Balken, die vor einer Aktion aufgeladen werden müssen. Außerdem kommen wieder einmal verschiedene Paradigmen zum Einsatz, um einen taktischen Zusatz zu bieten. Bei siegreichen Kämpfen erhält der Charakter Kristallpunkte auf das Konto, die dann in neue Fähigkeiten investiert werden dürfen. Dieses System ist zwar bekannt, die Demo konnte aber leider keinen genaueren Einblick bieten. Eine Neuerung besteht dafür bei den Quick-Time-Events. Sie unterbrechen die Kämpfe teilweise für einen kurzen Augenblick und sollen für ein actionreiches Ambiente sorgen.

Bei gewonnenen Auseinandersetzungen können nun sogar Monster als Belohnung erlangt werden. Sie schließen sich dann der Gruppe an und ergänzen die eigenen Fähigkeiten durch spezielle Angriffe. Neu sind auch die Momente vor einem Kampf. Wie gewohnt darf eine Auseinandersetzung ganz simpel umgangen werden. Das ist im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Charakters zwar nicht immer sinnvoll, aber wer einfach nur vorankommen möchte, kann dies ohne ein schlechtes Gewissen tun. Bei einer bevorstehenden Konfrontation kommt es bei Final Fantasy XIII - 2 allerdings auf das richtige Timing an. Eine Uhranzeige läuft beim Entdecken eines Feindes vom grünen bis in den roten Bereich. Bei der ersten Variante ist der Feind überrascht, während die rote Farbe volle Kampfbereitschaft signalisiert. Beeilt sich der Spieler also, geht er mit gewissen Vorteilen in die Szenerie und hat damit bessere Aussichten auf einen Sieg.



Die Technik betreffend sieht Final Fantasy XIII - 2 sicherlich alles andere als schlecht aus. Viele Texturen schienen allerdings noch nicht ganz fertig zu sein. Hier ein verwaschenes Feld und da ein unschöner Baum – an einigen Stellen müssen die Entwickler definitiv noch werkeln, um ein ansehnliches Videospiel in den Handel zu bringen. Viele Effekte, die sich besonders bei den Konfrontationen zeigen, wirken aber bereits jetzt äußerst gelungen.  

Letztlich scheint Final Fantasy XIII - 2 eine gute Fortsetzung zu werden, die bewährte Spielelemente mit einigen frischen Neuerungen abrundet. Ob das allerdings reicht, um den Status eines wirklich eigenständigen Spiels zu erreichen, muss sich erst noch zeigen – die Anzahl der neuen Gameplay-Elemente hält sich bislang nämlich noch in Grenzen. Alle Geheimnisse rund um den Titel sind aber sicherlich noch lange nicht gelüftet. Daher darf man auch weiterhin gespannt sein, in welche Richtung sich Final Fantasy XIII - 2 entwickelt. Besonders aber Anhänger des Vorgängers dürften mit dem zweiten Teil ebenfalls ihre Freude haben.

- Daniel Dyba / dybstar

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