Die üppige
Rally-Kost aus DiRT 3 hängt Euch aus den Ohren raus? Der
geneigte Zocker sehnt sich danach, seine Urinstinkte (nein, da steht
nicht „Urin“!) im primitiven Demolition-Derby auszutoben?
Showdown, der aktuelle Ableger der DiRT-Reihe
konzentriert sich weniger auf die Zehntel-Sekunden, die Ideallinie
und das Zeitfahren, sondern mehr auf die Knautschzone, auf das
Bumm-Kaputt!
Da der Titel
komplett auf DiRT 3 fußt, entspricht die Basis eben jenem
Spiel. Die Grafik ist detailreich, die Blur- und Zerstörungseffekte
ein Traum, das Menü-Design cool und der Soundtrack von der besonders
fetten Sorte. Während die Ladezeiten etwas flotter ausfallen als im
großen Bruder, sind es aber vor allem die Spielmodi, die den
Unterschied ausmachen.
Vorwiegend dreht
Ihr eure Runden auf kleinen Strecken, fahrt fast ausschließlich im
Matsch und werdet von Lichtexplosionen begleitet. Rempler kosten Euch
zwar Zeit, bringen aber auch Punkte, wohingegen beim Destruction
Derby das Rempeln das einzige Ziel ist. Mit acht Kontrahenten, die
wahlweise von der KI, Freunden oder Fremden übernommen werden,
begebt Ihr Euch in kleine Arenen und schrottet dabei Alles, was nicht
bei Drei auf den Bäumen ist. Für geschickte Manöver und heftige
Treffer gibt’s Extra-Punkte.
Insgesamt spielen
sich die Crash-Autos in Showdown etwas arcadiger als die
Rally-Kisten in DiRT 3. Der Nitro-Boost, der auf Tastendruck
gezündet wird und Euch einen Geschwindigkeitsschub verpasst,
verstärkt diesen Effekt. Einen dicken Minus-Punkt gibt es allerdings
für die fehlende Cockpit-Perspektive. Wir hoffen darauf, dass diese
nur in der Demo gefehlt hat und im fertigen Spiel vorhanden sein wird
- alles andere wäre wirklich schade!
Weitere Änderungen
gibt es beim Feintuning zu verzeichnen. Das etwas differenziertere
System aus DiRT 3 wurde entfernt, einzelne Einstellungen an
den Autos sind nicht mehr möglich. Dafür darf das durch Erfolge
verdiente Geld in Upgrades investiert werden, die sich auf Leistung,
Stärke und Handling auswirken. Joyride-Events, Trick und
Stunt-Kurse, vollwertige Streckenrennen und einige Mini-Spiele sollen
das Angebot abrunden.
Weiterhin
implementiert Codemasters in
DiRT Showdown
erstmals das RaceNet, ein spielübergreifendes Netzwerk, welches die
werte Community langfristig miteinander verknüpft.
Ersteindruck
Showdown
ist eigentlich kein komplett eigenständiges und unabhängiges Spiel
- nicht umsonst vergleichen wir es stets mit den „großen“ Teilen
der Reihe. Dennoch verspricht es weitaus mehr zu werden als ein
schnödes Add-On, was den Vollpreis durchaus rechtfertigen könnte.
So findet sich der beste Vergleich wahrscheinlich in einem anderen
Sporttitel wieder: Showdown
ist für die DiRT-Reihe
was FIFA Street
für die FIFA-Reihe
ist.