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Zurück zur Spiel-Seite Der Puppenspieler - Vorschau
Uns wurde die Ehre zu Teil auf der diesjährigen gamescom einen der unangekündigten Sony-Titel bei einer kleinen Präsentation zu erleben. Und so saßen wir nun voller Erwartung und ganz aufgeregt auf unseren Stühlen ob der Vorfreude was denn nun kommen mag. Vor der wartenden Meute stand schon Gavin Moore bereit. Selbiger ist für Puppeteer, so der Name des Spiels, fast im Alleingang verantwortlich. Puppenspieler? Klingt jetzt sicherlich nicht nach einem Blockbuster, doch warum man das Spiel trotzdem nicht vorschnell abschreiben sollte, verraten wir euch in unserer Vorschau.

Gavin Moore wurde nicht müde zu betonen, dass sein Sohn einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Spiels gehabt hat. Wenn der Kleine zum Beispiel zu Haus vor einem Videospiel sitzt und mit einem Schlag aufhört um zum Spielen raus zu gehen, denkt er sich als Vater „Wow!“. Als Spieldesigner/ -entwickler hingegen denkt er sich „WTF! Was habe ich falsch gemacht?“. So war der erste Gedanke an ein Spiel gelegt, welches nicht so schnell langweilig werden soll. Seine 10-jährige Zeit in Japan als Entwickler haben dann ihr übriges dazu getan, damit er auf die Idee zu Puppeteer kommt. Doch was genau ist Puppeteer denn jetzt?

Sieht man die ersten bewegten Bilder denkt man unweigerlich das das Spiel ein dreister Little Big Planet Klon ist. Die Figuren und die Umgebungen sehen sich wahnsinnig ähnlich. Wartet man allerdings ein paar Minuten Gameplay ab, so stellt man fest, dass Puppeteer mehr ist als das. Denn trotz dieser Ähnlichkeiten verfolgt Puppeteer ein eigenes verrücktes Konzept. Im Großen und Ganzen könnte man sagen, das Spiel sei eine riesige Theateraufführung. Und so haben es sich die Entwickler auch gedacht. Denn in Japan sind die sogenannten Bunraku, das sind Theaterstücke, bei denen das Bühnenbild während der Vorstellung sehr oft und dynamisch zur Erzählung wechselt, sehr beliebt. Held des Spiels ist ein Junge namens Kutaro, welcher gleich zu Beginn in eine Puppe verwandelt wird und zu allem Übel auch noch seinen Kopf abgebissen bekommt. Schuld an der ganzen Misere ist der Mondbärkönig, augenscheinlich der Bösewicht des Spiels den es später zu schlagen gilt. Da unser Protagonist aber nicht von der nachgiebigen Sorte ist und auch noch tatkräftige Unterstützung von einer Art Geisterkatze erhält, macht er sich auf, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und dem bösen König das Handwerk zu legen.



Im Spiel sieht es dann so aus, das ihr Kutaro auf einer Theaterbühne mit den verrücktesten Settings steuert. Auch die bereits erwähnte Katze steuert ihr, wobei es meist nur ihre Aufgabe ist, mit für Kutaro unerreichbaren Gegenständen zu interagieren. Doch so ganz ohne Kopf lässt es sich schlecht aus einem Verlies entkommen, oder? Da unser eigentlicher Nüschel ja grad nicht vorhanden ist, heißt es also improvisieren. Und da kommt einem eigentlich alles Recht, was so ungefähr nach Kopf aussieht. Egal ob Spinne oder Hamburger, alles ist erlaubt und alles bringt uns auch noch zusätzliche Spezialfähigkeiten. Der weitere Spielverlauf gestaltet sich als sehr solides Jump&Run mit wahnwitzigen Geschicklichkeitseinlagen, welche durch die, mitunter imposanten Bühnenwechsel immer spektakulär in Szene gesetzt werden. Später bekommt der Spieler noch eine magische Schere in die Hand. Ob diese allerdings zu mehr fähig sein wird, als, wie bei der Präsentation gezeigt, Fäden zu zerschneiden, bleibt abzuwarten.



Noch fühlt sich Puppeteer nicht so richtig wie ein vollwertiger Retail-Titel an. Eher wie ein Vita oder PSN Spiel. Doch muss man sagen, das Gavin Moore hier ein heißes Eisen im Feuer hat, dass mit ordentlich Hingabe und Herzblut entwickelt wurde. Das merkte man schon an der Art wie er das Spiel präsentierte. Wir sind auf jeden Fall gespannt und hoffen das Puppeteer gerade auf Grund seiner Thematik auch hierzulande ein Erfolg werden wird. Zum Abschluss fragten wir noch, wie denn nun seinem Sohn das Spiel gefalle und Moore meinte, dass sein Sohn in einer Mail geschrieben habe, er hätte sich den Trailer über 10 mal angesehen.

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