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Zurück zur Spiel-Seite Thunder Wolves - Vorschau

Bei Thunder Wolves handelt es sich um ein extrem klassisches 3D-Kampfhubschrauber-Actionspiel. Schon nach kurzem Anspielen hat uns das Ganze an Oldschool-Titel wie sie noch vor einigen Jahren in Spielhallen zu finden waren, erinnert. Zur Seite standen uns der PR-Manager und zwei Producer von bitComposer Entertainment.

Der Entwickler Most Wanted Entertainment kommt aus Ungarn und ist schon seit vielen Jahren im Geschäft. Das Studio wurde 2005 von verschiedenen Branchenveteranen gegründet. Auch Helge Peglowm, Producer bei bitComposer, machte uns gleich klar, dass sie sich keine Sorgen um die Qualität machen und versuchen, möglichst wenig einzugreifen, um den Entwicklern ihren kreativen Freiraum zu lassen. Thunder Wolves ist bereits seit langem in Entwicklung und wurde schon von Publisher zu Publisher weitergereicht. Zuletzt sollte der Titel noch unter Ubisoft auf den Markt kommen. Anscheinend hat die Zusammenarbeit nicht wirklich funktioniert und genau jener besagte Freiraum, den die Entwickler benötigten war nicht gegeben. Diesen bekommt Most Wanted Entertainment aber nun damit das Spiel endlich fertiggestellt werden kann.


Die Story ist schon fantastisch. Ihr gehört zu den besten und waghalsigsten Helikopterpiloten der Welt, den namensgebenden Thunder Wolves. Die Organisation für die ihr arbeitet ist geheim, allerdings müsst ihr nicht weniger als die Welt vor berüchtigten Terroristen retten, die sie zerstören wollen. Tiefgründigkeit ist also nicht unbedingt zu erwarten. Allerdings wurde uns auf die Frage, um was es ginge, gleich klar gemacht, dass der Spaß im Vordergrund steht. Story?! Fuck off. Es wurde kein Geheimnis daraus gemacht, dass das Spiel sich selbst keineswegs ernst nimmt. Ein detailliertes Schadensmodell gibt es genauso wenig, wie eine realistische Physik. Wer einen Flugsimulator erwartet, spielt besser etwas anderes.

Wir durften das Tutorial und mehrere Missionen anspielen. Vor jeder Mission wählt ihr zwischen verschiedenen Skins, dem Schwierigkeitsgrad und unterschiedlichen Helikoptern. Auch geübte ZockerInnen kommen dank dem Experten-Schwierigkeitsgrad voll auf ihre Kosten. Wer hier länger als 2 Minuten überlebt, ist schon wirklich gut. Die Wahl des Helikopters hat darüber hinaus Auswirkungen auf die verfügbaren Raketenarten.

Anfangs empfanden wir die Steuerung als etwas gewöhnungsbedürftig, da ihr durch Reindrücken der Sticks sinkt, bzw. steigt. Alles geht sie innerhalb von zehn Minuten in Fleisch und Blut über und fühlt sich dann sehr intuitiv an. Als Bewaffnung besitzt ihr ein MG und unterschiedliche Raketenarten, für die unendlich Munition zur Verfügung steht. Herannahende, feindliche Raketen müssen mittels Flares abgelenkt werden.
Die Gegner sind dabei stets zahl- und abwechslungsreich. So zieht ihr gegen Panzer, Schiffe, Menschen, Flaks und vieles mehr in den Krieg. Auch Bossgegner kommen natürlich nicht zu kurz.


Am meisten Sorgen bereitete uns nach einigen Spielminuten, dass die insgesamt 13 Level nicht genug Abwechslung bieten könnten. Dass uns der Titel gerade in Punkto Abwechslung aus den Socken haut, hätten wir nicht gedacht. Bereits im zweiten Level fliegen wir mit unserem Heli in einen Dungeon, das Manövrieren wir deutlich anspruchsvoller - vor allem wenn man währenddessen von Gegnermassen beschossen wird.
Am Schluss zogen wir noch gegen einen Panzer in die Schlacht, der eine unglaublich große Menge Raketen einstecken konnte und gegen den wir nur dank geschickten Ausweichmanövern eine Chance hatten.

Im lokalen Koop-Modus hat nicht jeder einen eigenen Helikopter, sondern beide sitzen in einem. Einer lenkt den Heli und bedient ein MG. Der zweite Spieler kann darüber hinaus das ganze Arsenal an Raketen benutzen. Auf die Nachfrage warum nicht jeder einen Heli hat, wurde uns gesagt, dass die Entwickler erst einmal genau das versucht haben und dann feststellen mussten, dass es einfach keinen Spaß gemacht hat. Man konnte sich zwar nicht erklären warum, aber es fühlte sich einfach falsch an. Der Koop ist zwar anfangs etwas umständlich und gerade als Spieler 2 mussten wir uns erst mal daran gewöhnen, keine Kontrolle über den Heli und die Kameraführung zu haben. Nach etwas Eingewöhnungszeit ging es allerdings ganz gut. Momentan wird auch noch am Schwierigkeitsgrad im Koop-Modus gewerkelt, da dieser nach etwas Training relativ niedrig ausfällt.


Sollte Thunder Wolves gut ankommen, wird wahrscheinlich auch an weiterem DLC gearbeitet. So könnte es sein, dass ein Online-Multiplayer nachgereicht wird. Momentan ist es ja nur möglich an einer Playstation den Koop Modus zu spielen. Zeitgemäß ist das natürlich nicht. Auch weitere interessante Ideen wie zusätzliche Vehikel, krasse neue Levels, Bossgegner usw. sind bereits in den Köpfen der Entwickler.


Chris prognostiziert:

Sicherlich ist Thunder Wolves kein AAA-Titel und Grafik und Engine sind nicht gerade die neueste Technik. Die Story ist total unwichtig und Realismus gibt es gar keinen. Genau das ist aber völlig egal. Das Spiel soll nämlich nur eines: Spaß machen und das vor allem deshalb, weil man alles und jeden zerstören kann und ständig irgendetwas in die Luft fliegt. Der Zwang, alles zu zerstören ist grandios und schaut man genau hin, fällt auf, dass die Explosionen und das Design der Helikopter das grafisch Beste im Spiel sind. Der Rest sieht eher bescheiden aus. Wer mit einem guten Freund und einem Sixpack einen coolen Abend verbringen will, muss sollte demnächst Thunder Wolves aus dem PSN laden. Ihr braucht zwar im Schnitt nur vier Stunden um euch durch die 13 Level zu ballern, allerdings kostet der Spaß auch nur zehn Euro. Außerdem ist das Spiel nach vier Stunden nicht vorbei. Wie es sich für einen anständigen Arcade-Titel gehört, spielt der Highscore eine wichtige Rolle. Langzeitpotenzial hat das ganze somit auch noch. Das einzige, was den Spaß ein bisschen trübt, ist, dass man nicht mit einem Kumpel über's Internet zocken kann, sondern dieser immer erst anreisen muss. Sollten sie das noch mit einem hoffentlich kostenlosen DLC fixen, bin ich ein Fan. Eines ist somit klar: Wollt ihr die absolute Zerstörung, dann holt euch Thunder Wolves!

- Christopher Grünewald

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