Wenn man das erste Mal
das Online-Kampffeld betritt und über die halbe Karte sprintet,
fühlt man sich fast, als würde man eine Action-Sequenz betrachten -
und dies liegt nicht nur an der schönen Grafik. Der Charakter
springt Mauern herunter, sprintet über die Straße und wirft sich
hinter eine Deckung. Mit einem weiteren Tastendruck dreht er sich
heraus und hechtet zum nächsten Unterschlupf.
Im neuen Ghost Recon
hat man das Gefühl, die
Spielfigur würde quasi mitdenken, jedoch ohne dem Spieler die
Kontrolle zu entziehen. Das solch eine Interaktion mit der Umgebung
nicht nur gut aussieht, sondern auch dem Spielen einen angenehmen und
schönen Fluss gibt, haben zuletzt Spiele wie Uncharted 3
erfolgreich bewiesen.
Der
Third-Person-Shooter Ghost Recon: Future Soldier entwickelt
dies jedoch noch weiter und macht es zu einem taktischen Element. So
kann man hinter einer Deckung den Ort sehen wo die Figur bei
Tastendruck hin sprinten würde oder sich mit einem Mitspieler
verbinden um seinem Weg zu folgen. Besagtes ist besonders sinnvoll,
wenn man beispielweise eine Bombe ins feindliche Lager bringen muss
und dem Träger dabei Deckung gibt.
Ein
weiteres Highlight des Spiels ist die Modifizierung der Waffen, denn
mittels des Gunsmith-Features lässt sich vom Abzug über den
Schulterhalter bis hin zum Lauf wirklich Alles verändern. Um die
individualisierten Waffen dann zu testen, muss man auch nicht erst
einem Match beitreten, sondern kann sie direkt per Tastendruck auf
dem Schießstand ausprobieren.
Die
auszuwählenden Klassen des Spiels lassen sich ähnlich wie bei
Battlefield 3 separat
hochleveln. Hierbei handelt es sich um die üblichen
vier verdächtigenKlassen,
wobei jede eine spezielle Fähigkeit hat. So kann sich beispielweise
der Scharfschütze, ganz im Sinne eines Future Soldiers nahezu
unsichtbar machen.
Beim
Futurismus geht der neue Ghost Recon-Teil
zwar etwas weiter als seine Vorgänger - das zeigt sich meist im
taktischen Bereich und dem fortschrittlichen Equipment. Auf
Laserwaffen und anderen Sci-Fi-Käse wurde weitgehend verzichtet.
Laut Angaben von Ubisoft
ist
aller verfügbarer High-Tech-Schnickschnack bereits beim Militär in
Entwicklung und wird mittels Prototypen erforscht.
Die
Karten der Beta sind für die Spieleranzahl von 16 Leuten gut
angepasst und bieten durch zahlreiche Deckungen viele Möglichkeiten
zum taktischen Vorgehen. Das ist auch bitter nötig, denn bei den zu
testenden Spielmodi muss man sich immer wieder durch die halbe Karte
bewegen und ständig in Deckung springen.
Ersteindruck
Das
Spiel Tom Clancy’s Ghost Recon: Future Soldier
-welches im übrigen
auch in der dritten Dimension zu spielen sein wird - überzeugt
durch eine schöne Grafik, beeindruckende Interaktion mit der
Umgebung und einer unglaublich detailreichen Waffenmodifikation.
Dabei weist das Spiel viele taktische Elemente auf und schafft es mit
nur 16 Online Spielern die Karten mit Action zu füllen.
Ob
die Mitspieler im Squad zusammenarbeiten oder einfach drauf
losrennen, liegt bei Ihnen, doch Möglichkeiten taktisch zu agieren
sind allenfalls gegeben.