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Zurück zur Spiel-Seite Renegade Ops - Spieletest

Das man bei Spielen der Avalanche Studios Action pur geboten bekommt, das haben die Schweden schon mit Just Cause bewiesen. Nun veröffentlichen sie mit Renegade Ops einen Top Down-Shooter für schmalen Taler im Playstation Store. Wir haben uns hinter die MG geschwungen und sagen euch ob der Titel etwas taugt.

Die Welt liegt in Angst und Schrecken. Grund dafür ist ein durchgeknallter Bösewicht Namens Inferno, der ganze Städte in Schutt und Asche legt. Er verbreitet Chaos und ihm muss Einhalt geboten werden, doch wie? Die schlauen Köpfe der Nation beraten sich und wollen mit ihm verhandeln – eine aussichtslose Situation. Das sieht auch General Bryant, also stellt er fix ein vierköpfiges Söldnerteam zusammen und betreibt eine Runde Selbstjustiz. Dabei verfügt jeder über spezielle Fähigkeiten, welche in der Schlacht gegen Inferno von Vorteil sind. Roxy, eine furchtlose Lady aus den USA fordert bei Bedarf flächendeckende Luftangriffe an. Armand, einem Krieger aus Afrika kann für eine begrenzte Zeit ein Schutzschild aktivieren. Gunnar, ein Jäger aus Schweden bringt eine dicke Kanone mit sich und Diz, ein wissenschaftliches Genie aus Spanien macht die Feinde per EMP-Schlag bewegungsunfähig.


Vor jeder Mission kann einer der Söldner gewählt werden und anschließend wird mit Jeep oder Heli in die Schlacht gezogen. Wie bei einem Spiel dieser Art üblich übernimmt der linke Analogstick Gas und Lenkrad, während mit dem rechten das montierte Maschinengewehr Dauerfeuer spuckt. Wer zuletzt Dead Nation oder Alien Breed gespielt hat, der wird sich gleich heimisch fühlen. Der einzige Unterschied ist, dass man hier nicht zu Fuß unterwegs ist. Lediglich das Wenden ist mit einem Fahrzeug etwas umständlicher, ist nach einigen Fehlversuchen aber schnell erlernt. Viel mehr stört da doch das Fehlen eines Rückwärtsganges. Hat man sich dann mal festgefahren, kann man nur hoffen dass die automatische Rücksetzfunktion greift.

Neben der primären MG und den Spezialangriffen stehen zusätzlich einige Sekundärwaffen bereit. Diese müssen in den Missionen zunächst eingesammelt werden und beinhalten Raketenwerfer, Flammenwerfer und sogar Railguns. Ebenfalls sammeln lassen sich kleine Updates, welche beispielsweise die Feuerrate des Maschinengewehrs steigern und Reparatur-Kits. Diese sind wichtig, denn wird man auf dem Schlachtfeld zerstört sind alle Erweiterungen verloren. Glücklicherweise gibt es davon reichlich, jedoch müssen sie erst einmal gefunden werden. Die weitläufigen Areale sind beinahe als riesig zu bezeichnen, was Renegade Ops deutlich von der Konkurrenz abhebt, wird man dort doch einen recht geradlinigen Weg langgeführt.


Auch die Missionen sind entsprechend gestaltet und der offenen Spielwelt angepasst. Sie sind äußerst abwechslungsreich und reichen über das simple Ballern hinaus. Damit man den Überblick nicht verliert, weißen einem zwei Pfeile stets den Weg. Einer zeigt den Weg zum nächsten Missionsziel, der andere führt zu einem möglichen Nebenauftrag. Für abgeschlossene Missionen, sowie Abschüsse im Kampf gibt es Punkte. Diese können in Erweiterungen für die vier Vehikel investiert werden und bringen neben stärkerer Panzerung und mehr Munition auch einen stärkeren Boost sowie weitere Möglichkeiten. Die Geschichte umfasst insgesamt neun Aufträge, von denen jeder zwischen 20 und 30 Minuten dauern kann.

Dies klingt zwar nicht nach einem umfangreichen Spiel, doch kann Renegade Ops durchaus noch weiter unterhalten. Zunächst einmal können nach Spielende verpasste Nebenmissionen wiederholt werden. Bei der Gelegenheit kann man sich auf der Online-Rangliste auch gleich mit Spielern aus aller Welt messen, um zu sehen wer die meisten Punkte sammelt. Anschließend nimmt man sich einen Freund zur Seite und spielt im Coop-Modus alle Aufträge nochmals durch. Wer ein paar Online-Buddys hat, der kann gleich zu viert in die Schlacht ziehen. Dabei können sich alle Spieler frei bewegen und sind nicht an einen Bildausschnitt gebunden. Sitzt man an einem Fernseher spaltet sich dann einfach das Bild und fügt sich bei Bedarf wieder zusammen.


Spielerisch kann der Titel also überzeugen und auch die Grafik macht da keine Ausnahme. Die Spielwelt gehört für ein PSN-Spiel zur Oberklasse. Alle Umgebungen sind hoch detailliert und sehen hervorragend aus. Auch die Lichteffekte, der aufgewirbelte Staub oder die Explosionen sind besser als in manchem Vollpreis-Spiel. Die Geschichte wird in schön gezeichneten Comicsequenzen erzählt und auch während der Missionen gibt es entsprechende Einblendungen. In der Soundabteilung gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden. Die Motoren dröhnen, das Maschinengewehr rattert und bei Explosionen rummst es gewaltig. Das Spiel wurde komplett in Deutsch synchronisiert und die Sprecher leisten sehr gute Arbeit.

Renegade Ops bietet spannende Schießereien und brachiale Action, jedoch ohne dabei die Abwechslung zu vergessen. Die Grafik ist für ein Spiel dieser Art beeindruckend und überzeugt auf ganzer Linie. Selbiges gilt für die Comicsequenzen und die deutsche Sprachausgabe. Lediglich die Geschichte hätte etwas länger sein können. Da muss man sich dann mit dem Onlinemodus aushelfen, welcher vor allem zu viert eine Menge Spaß macht.

Wertung: sehr gut

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