Gamestrend-Netzwerk:
Zurück zur Spiel-Seite The Walking Dead - Spieletest
Test Episode 2:

Mit recht großer Verzögerung bringt Telltale Games nun endlich die zweite Episode vom Adventurespiel zu The Walking Dead in den Playstation Store. Die Kritiken für den ersten Teil waren durchweg relativ gut und so kann man froher Hoffnung sein, dass die Geschichte rund um Lee Everett so fabulös fortgesetzt wird, wie sie in Teil eins aufgehört hat.Drei Monate sind ins Land gezogen und die bekannte Gruppe, zumindest die die Ihr habt überleben lassen, befindet sich noch immer in dem Motel. Selbiges grenzt mittlerweile einer Art Fort Knox, was bei den Gefahren, die dort draußen lauern, auch nicht allzu unverständlich ist. So sicher es auch innerhalb des selbst gebauten Zauns ist, so langsam gehen unseren Protagonisten die Vorräte aus und straffes Food-Management ist angesagt. Die Stimmung in der Truppe, welche zwischen manchen Figuren ja sowieso nie die Beste war, ist am Tiefpunkt. Und das Schöne an The Walking Dead, man bekommt das als Spieler regelrecht zu spüren. Kaum ein anderes Videospiel schafft es eine so dichte Atmosphäre aufzubauen, die Fans von den Comics und der Serie längst gewohnt sind.



Da kommt es doch gerade recht, dass aus dem Wald zwei Männer auftauchen, die uns einen Tauschhandel vorschlagen. Essen gegen Treibstoff. Klingt gut, doch schauen wir lieber erst einmal nach, ob es die Kerlchen denn auch wirklich so meinen wie sie es sagen, denn immerhin wird Misstrauen gegenüber anderen schon seit langem groß geschrieben. Also machen wir uns zusammen mit den Neuankömmlingen auf zu deren Farm. Diese ist geschützt von einem elektrischen Zaun, welcher die Untotenhorde zuverlässig aufhält. Doch um die Barriere zuverlässig betreiben zu können, benötigt man Strom, welcher ein Generator erzeugt, der wiederum Benzin benötigt. Nun dauert es nicht mehr lange und die Ereignisse überschlagen sich. Ohne etwas vorweg zu nehmen, kann ich getrost sagen, dass die zweite Episode an schockierenden Szenen und unglaublichen Wendungen, im Gegenteil zu Episode eins deutlich höher auftrumpft.



Wie ihr euch also denken könnt, wird hier atmosphärisch jede Menge geboten, um die Spieler bei der Stange zu halten. Gerade dann, wenn man denkt es würde ein wenig beschaulicher und freundlicher werden, liefert das Spiel wie aus dem Nichts eine Szene, welche uns mit purer Gewalt wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holt. Nein, TWD ist kein Spiel für Kinder und das will es auch gar nicht sein. Egal ob es die harten Szenen sind, oder die teils moralisch, grenzwertigen Entscheidungen, die der Spieler zu treffen hat.

Technisch bietet der Titel gewohnte Kost. Die Cel-Shading Optik kommt nach wie vor zum Einsatz, vermag es zum Teil aber trotzdem nicht manch haarsträubende Szene zu verharmlosen. Ansonsten sagt man sich wohl eher, dass weniger mehr ist, auch wenn die Figuren und Umgebungen schick gezeichnet sind. Der Sound gefällt durch Unauffälligkeit und die Vertonung ist wie schon in Teil eins komplett im Englischen belassen worden. Egal ob Gesprochenes oder Geschriebenes, deutsche Wörter sucht man hier vergebens. Das Spielprinzip ist auch wieder relativ simpel gehalten. Kaum Gegenstände, die aufgelesen werden müssen, kaum Rätsel, die den Spieler fordern, hier wünscht man sich noch immer ein wenig mehr Tiefgang. Vielleicht ja dann in Episode 3.



Fazit:

The Walking Dead Episode 2, überzeugt durch eine wahnsinnig intensive Atmosphäre, die den Spieler sofort zu fesseln weiß. Hat man einmal mit dem Spielen angefangen, will man zwar ab und zu mal den Controller beiseite legen, um das Geschehene zu verarbeiten, man kann es aber einfach nicht. Top!



Test Episode 1:

Untote sind im Kommen und das schon seit Jahren. In unzähligen Filmen, Spielen und Büchern tun die Zombies das, was sie am besten können. Sie gehen in allerlei Lokalitäten auf Menschen los und trachten nach deren Fleisch. Leider konnten nicht alle Produktionen der letzten Monate / Jahre mit hoher Qualität überzeugen. Wenn man gerade an die Marke Resident Evil denkt, so muss man unweigerlich an die vielen Kritiken denken, die gerade das letzte Spiel einstecken musste. Doch nicht alles was den Kunden so zum Konsum vorgeworfen wurde, ist schlecht. Vor allem eine Comic-Reihe, welche auch sehr gut in eine Serie umgesetzt wird, macht in letzter Zeit, vorrangig positiv, von sich Reden. Und um die Geldmaschine weiter anzutreiben, wurde nun auch der erste Teil des episodisch erscheinenden, dazugehörigen Videospiels veröffentlicht. Die Rede ist ganz klar von The Walking Dead. Wir von PS3-Talk.de haben uns ins PSN getraut und die erste Episode für euch zum Test gespielt. Ob das Spiel qualitativ mit Serie und Comic mithalten kann, verrät euch unser PSN-Test.


Sicherlich haben viele Spieler mit dieser Art der Vermarktung diverse Probleme, beziehungsweise meinen, dass PSN Spiele wohl kaum dem Anspruch der hohen Qualität von The Walking Dead gerecht werden können. Im Allgemeinen würde ich eine solche These durchaus unterstützen, doch in diesem Fall ist die Skepsis fehl am Platz. Die Jungs und Mädels von Telltale Games – bekannt durch die Zurück in die Zukunft-Spiele oder Tales of Monkey Island – haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, um den Spielern möglichst authentisch die Atmosphäre der Serie zu vermitteln.  Herausgekommen ist ein Adventure, welches neben den gewohnten Dialogszenen und Rätseleinlagen aber auch nervenaufreibende Einlagen bietet, in denen eine schnelle Reaktion gefordert ist.

In der Rolle des Lee Everett, einem schwarzen Häftling, erlebt ihr den Beginn der Apokalypse beim Gefangenentransport in einem Polizeiwagen. Dass das Spiel viele Dialoge bietet, wird einem schon in dieser Szene sehr verdeutlicht. Doch die Tatsache, dass der Spieler bei einem Großteil der Dialogwahloptionen nur eine gewisse Zeit zur Verfügung hat, verleiht dem Spiel eine gesunde Dynamik und entschärft so den mitunter minutenlangen Stillstand während der Gespräche. Spätestens jetzt muss allerdings gesagt werden, dass geneigte Spieler ein gewisses Level an Englischkenntnissen mitbringen sollten. Denn selbst die deutsche Version bietet nur englische Untertitel. Und selbst die sind mitunter schon nach wenigen Sekunden wieder weg vom Bildschirm. Die meisten der NPC’s, die man im Spielverlauf kennenlernt sind aber wirklich sehr gut verständlich und aufgrund der durchweg guten Synchronisation stellt das Verfolgen der Story nur selten ein Problem dar.


Nach dem unfallreichen Einstieg machen wir auch bald schon Bekanntschaft mit unserem ersten Untoten und der ersten Sequenz im Spiel, die unsere schnelle Reaktion nebst einem gewissen Maß an Überlegung fordert. Da gilt es, sich rückwärtskriechend die Schrotflinte des einstigen Gesetzeshüters zu schnappen und dem Zombie, dem es nach unserem Hals dürstet, endgültig den Garaus zu machen. Solche Szenen kommen im Spiel in gesunden Abständen wieder vor, was den Ermüdungserscheinungen im Gameplay sehr gut entgegenwirkt. Ansonsten sucht ihr euch durch meist sehr kleine Areale und werdet vor leider zu belanglose Rätsel gestellt. Hier darf sich Telltale Games in den kommenden Episoden ruhig noch ein wenig mehr ins Zeug legen, denn das können sie auch besser.

Technisch gibt es an The Walking Dead nur wenig auszusetzten. Die Grafik ist in einem hübschen Comicstil gehalten und geht auch bei der Darstellung der Gewalt nicht wirklich zimperlich zu Werke. Wie in den Vorlagen spritzt der rote Lebenssaft literweise und das Gemetzel wird des Öfteren schonungslos in der Nahaufnahme gezeigt. Mimik und Gestik der Figuren wirken glaubhaft und hinterlassen einen sauberen Eindruck. Sicher gibt es den ein oder anderen Ruckler, was man aber angesichts der restlichen Qualität sehr gern in Kauf nimmt.  Beim Sound gibt es auch kaum etwas auszusetzten. Wie schon erwähnt ist die Synchronisation sehr gelungen und die kurzen aber gut geschriebenen Dialoge hören sich sehr professionell an.


Fazit:

The Walking Dead hat mich überzeugt und ich kann es kaum abwarten wie die nächste Episode weiter geht. Größter Pluspunkt des Spiels sind die Dialoge und die daraus entstehenden moralischen Entscheidungen, die der Spieler ums ein oder andere Mal zu treffen hat. Da zieht einen das Spiel doch recht schnell in seinen Bann. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass Telltale Games die Qualität bis zum Ende so halten kann und die kleinen Schönheitsfehler vielleicht sogar noch ausbessert.

  

The Walking Dead
84.0%
gut
Story:
Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spieler: 1
Pro
- Atmosphärisch Top
- Gute Synchro
- Schickes Beiwerk zu Serie/Comic
Contra
- Zu Leicht
- Steuerung gewöhnungsbedürftig
Werbung
Suche
Neuerscheinungen
28.05.2013
Fuse
31.05.2013
Sacrilegium
31.05.2013
GRID 2
01.06.2013
MotoGP 13
07.06.2013
Remember Me