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Zurück zur Spiel-Seite Bang Bang Racing - Spieletest

Vor ungefähr 12 Jahren begeisterte mich ein Arcade-Racer aus isometrischer Perspektive. Das Spiel hieß Funk Flitzer, stammte aus dem Hause Sierra (u.a. bekannt für Half Life, Leisure Suite Larry und Mystery House) und benötigte 16 MB RAM. Seitdem bin ich sehr aufgeschlossen, was isometrische Fun-Racer betrifft, weil sie sowohl eingängig und spaßig, als auch fordernd und spannend sind. Vergnügt machte ich mich also an den Test zum neuen PSN-Titel Bang Bang Racing von Digital Reality...


Eliminierungsrennen, Zeitrennen, Abkürzungen, Schnee, Sand, Öl - über die wichtigsten Ingredienzen verfügt Bang Bang Racing und obendrauf wird noch ein Nitro-Boost geboten, der mit Bedacht eingesetzt werden will. Ein Karriere-Modus aus aneinandergereihten Rennen und Modi stellt den Kern des Spiels dar. Durch eingefahrene Siege werden neue Fahrzeugklassen freigeschaltet, die jeweils eine herausragende Stärke haben und aus denen ihr fortan frei wählen dürft. Diese oberflächliche Vielfalt nutzt allerdings wenig, wenn praktisch nur das jeweils wendigste Fahrzeug wirklich taugt und so verliert die Freischalterei schnell ihren Reiz.

Nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten Blick schaut Bang Bang Racing sehr mau aus. Ein Geschwindigkeitsgefühl ist praktisch nicht vorhanden und die Kamera sorgt für starke Ambivalenzen. Während die klassische, starre Perspektive relativ wenig Übersicht bietet, schwingt die alternative Einstellung dem Heck eures Wagens hinterher und erinnert dezent an den „Breakdancer“ auf dem Jahrmarkt eures Vertrauens. Die Soundkulisse besteht aus knatterndem Röhren, in dem jegliche Soundeffekte untergehen und drei Trance-Songs der Marke 08/15. Wir empfehlen: Einfach zwei Nürnberger Würstchen der gegenwärtigen Grillsaison in den äußeren Gehörgang und das Problem ist gelöst.

Während sich die Physik in den Kurven und Drifts noch solide anfühlt, macht die KI ihrem Namen alle Ehre: Keine Intelligenz. Wenn eure Kontrahenten nicht gerade wie die Ochsen über die Strecke ballern, befindet ihr euch wahrscheinlich im höheren Schwierigkeitsgrad, indem die Herrschaften frustrierend bevorteilt werden. Zugute halten muss man dem Titel allerdings, dass jedes Event nach erstmaligem Absolvieren auch auf „schwer“ verfügbar ist und somit deutlich knackiger und anspruchsvoller daherkommt.

Zu erwähnen sei noch der Meisterschafts-Modus, der Platz für einen lokalen Vier-Spieler-Split-Screen bietet. Sehr löblich, denn dieser sorgt mit Freunden doch für die ein oder andere unterhaltsame Runde. Wünschenswert wäre zusätzlich zu den Ranglisten noch ein Online-Multiplayer gewesen.


FAZIT

Ja, okay, vielleicht ist der Ulknudel-Kritiker hier etwas mit mir durchgegangen. Aber insbesondere in einer Zeit, in der es ein Motorstorm RC günstig zu erstehen gibt, muss ein Spiel einfach noch etwas mehr bieten. Bang Bang Racing geht zwar als kurzweilige Unterhaltung in Ordnung, ist aber mit zehn Euro deutlich überteuert.


- Stefan Simond

Bang Bang Racing
43.0%
mangelhaft
Story:
Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spieler: 4
Usk: USK 0
Pro
- nett designte Strecken
- freischaltbare Autos
- Vier-Spieler-Split-Screen
Contra
- kein Geschwindigkeitsgefühl
- dröger Soundtrack
- unausgewogener Schwierigkeitsgrad
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