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Zurück zur Spiel-Seite Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 - Spieletest

Es herrscht eine angespannte Stimmung in der Shinobi-Welt. Die Streitkräfte der Shinobi-Allianz, allen voran die 5 Kage – die führenden und mächtigsten Shinobi ihrer jeweiligen Dörfer – müssen ihre Kräfte vereinen und in einem gemeinsamen Rat über die aktuelle Situation Herr werden.

So werden sie von einem maskierten Individuum bedroht, welches sich selbst als Madara – Fans der Reihe wird er ein Begriff sein – ausgibt und die sofortige Aushändigung der ihm noch fehlenden Bijuu-Geister fordert. Die ersten sieben der neun existierenden Biester hat er bereits in seiner Gewalt, um seinen perfiden Plan in die Tat umzusetzen. Würde es ihm gelingen, auch noch den Acht- und Neunschwänzigen zu bekommen, so könnte er mit deren Macht die gesamte Welt beherrschen.

Und wie der Zufall so will, ist Naruto selbst einer dieser Jinchuuriki, einer, dem ein Bijuu innewohnt. Der Neunschwänzige, das monströse Fuchswesen, was einst Narutos Heimatdorfs fast zerstörte und dann in Naruto, der damals noch ein Neugeborenes war, versiegelt wurde.


Um die Shinobi-Clans und seine Freunde retten zu können, muss Naruto mithilfe von Killer Bee, dem Jinchuuriki des Achtschwänzigen, lernen, die Macht des Neunschwänzigen zu kanalisieren und zu meistern, während seine engsten Vertrauten wie z.B. Kakashi, Sakura oder auch Gaara gegen die Akatsuki-Streitkräfte ankämpfen.

Die Geschichte von Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 3 spielt demnach während des vierten Ninja-Kriegs, während dessen Progression nicht nur die intensive Freundschaft Narutos und Sasukes näher ins Licht gerückt wird, sondern auch die Geschehnisse während des vergangen Angriffs des Neunschwänzigen auf Konohagakure, Narutos Heimatdorfs.

Naruto muss in diesem wichtigen Abenteuer nicht nur gegen den wohl gnadenlosesten Gegner überhaupt antreten, sondern sich auch seiner Vergangenheit, seinen eigenen Beweggründen und nicht zuletzt seinem innerem Dämon stellen. Wer den Manga / den Anime kennt und mag, wird hier wenig Neues erleben, alle anderen erleben feinste japanische Erzählkunst der Extraklasse.


Um die angestrebten Ziele zu erreichen, müssen Naruto und seine Verbündeten natürlich ihre Fäuste und Jutsu, mächtige Ninja-Techniken, verwenden. Hierbei offenbart sich das Kampfsystem als erfreulich unkompliziert. Während sämtliche Nahkampfangriffe mit lediglich einer Taste in Kombination mit der angegeben Richtung ausgeführt werden, werden weiterhin nur zwei weitere Tasten benötigt, um den grundlegenden Kampf zu absolvieren. So kann außerdem ein eher zur Abwehr gegnerischer Attacken gedachter Fernkampfangriff ebenso wie die Chakra benötigenden Jutsu-Angriffe verwendet werden. Das „Chakra“ ist hierbei die Energiequelle, die unter der Lebensenergie angezeigt wird und sich mit jeder Verwendung langsam leert. Zeit, Items oder die obligatorische Energieaufladung werden dann verwendet, um die Leiste wieder zu füllen.

Die Jutsu-Attacken finden stets in einer Kombination mit den normalen Angriffen statt und lassen sich in unterschiedliche Stufen eingliedern. Von Attacken kleineren Ausmaßes bis hin zur Ultimativen Jutsu-Attacke, die nur noch von der Ultimativen Team-Jutsu Attacke übertroffen wird. Diese kommen zum Einsatz, wenn von Zeit zu Zeit mehr als ein Ninja im eigenen Team ist. Während sich an der eigentlichen Spielweise nichts ändert, kann so Hilfe angefordert werden, die die Vorbereitung einer mächtigen Attacke absichern oder den Feind bei der Ausführung eben dieser stoppen kann.

Interessant werden die Kämpfe jedoch erst so richtig im offenen Modus. Hierbei können mehrere Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm auftauchen, die es alle gleichzeitig zu besiegen gilt. Mit Quick-Time-Events können hier mächtige, allumfassende Angriffe ausgeführt werden. Die Quick-Time-Events, im Spiel IA genannt, werden auch in den Bosskämpfen genutzt, um die letzten Züge besonders spektakulär inszenieren zu können. Da bei den schnellen Tastenabfolgen jedoch nur wenig Zeit bleibt, auf das eigentliche Geschehen zu achten, geht hier einiges an Präsentation verloren.

Diesen Umstand machen die Geheimfaktor-Cutscenes jedoch wieder wett. Diese erspielt man sich durch ein möglichst perfektes Quick-Time-Event und erhält so Einblick in die Hintergründe der jeweiligen Charaktere. Auch können so Rückblenden innerhalb der Kämpfe stattfinden. Zwei Protagonisten sind schon einmal aufeinander getroffen? Spiele zeitgleich die Vergangenheit und Gegenwart, während sich Kleidung und Umgebung an bestimmten Punkten ändern und so die intensive Geschichte noch näher bringen!


An manchen Punkten hat man zudem noch die Wahl zwischen „Legende“- und „Held“-Schwierigkeitsgrad. Teilt man sich auf und lockt einen Teil der Feinde weg oder bekämpft man alle gleichzeitig? Lässt man sich helfen oder besiegt man den übermächtigen Feind im Alleingang? Durch die Ultimativen Entscheidungen werden nicht nur unterschiedliche Erzählstränge angeboten, sondern auch die beiden Item-Paletten, die die gleichen Namen tragen, verbessert. Ob nun eher passive Items oder die selbstsichere, aggressive Variante? Der Spieler hat die Wahl!

Neben dem interessant gestalteten Story-Modus gibt es zudem noch den freien Kampf, in dem ein Team der Wahl zusammengestellt werden kann, um so direkt mehrere Kämpfe zu bestehen oder auch den Online-Modus, in dem gegen Spieler auf der ganzen Welt angetreten werden kann.

Insgesamt bekommt man eine Menge Naruto geboten, wobei wir uns mehr von den offenen Kämpfen gewünscht hätten. Es hat einfach eine Menge Spaß gemacht, als Sasuke oder auch Darui durch größere Gegnerhorden zu wehen und diese vom Bildschirm zu fegen!

Was soll man über das Erscheinungsbild eines Spiels sagen, dessen Aussehen und Klang bereits vorgegeben ist? Zu beachten wäre hier zu aller erst die Vorlage. Ist es Namco Bandai gelungen, den speziellen Look des Anime einzufangen? Wie auch schon bei den Vorgängern kann hier ein ganz klares Ja ausgesprochen werden.

Die grafische Präsentation wirkt wie aus dem Anime herausgeschnitten. Die Charaktere sind wunderschön animierte Cel-Shading-Figuren, die sich vor einer malerischen Kulisse bewegen, die ebenfalls 1:1 aus der Vorlage entnommen wurde. Hier kommt definitiv echtes Naruto-Feeling auf!


Die englische Synchronisation kann hingegen nur bedingt überzeugen. Oft werden gerade wichtige Begrifflichkeiten im englischen komplett anders genannt und weichen so von den deutschen Texten ab. Hinzu kommt die nur bedingt funktionierende Lippensynchronität, die wohl die an die japanische Sprache angepassten Cutscenes nicht ganz erfassen kann.

Etwas sauer stoßen lediglich die ständigen Ladezeiten auf, die nach jedem gelaufenen Stück erneut anklopfen und so das Spielgeschehen ausbremsen.

Mit Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 3 ist eine aufwendige Erzählform gelungen, die an den Bildschirm fesselt, auch wenn man mal 20-30 Minuten einfach nur zuschaut. Hiervor sei an dieser Stelle aber auch gewarnt! Typisch japanische Cutscenelängen sind hier durchaus keine Seltenheit. Es kommt schon mal vor, dass man 2,3 Ladebildschirme erlebt, zwischen denen nicht ein Knopf gedrückt werden muss.

Dennoch weiß der Titel durchaus zu überzeugen. Eine spannende Geschichte, ein ergiebiges wie auch simples Kampfsystem, weitere, motivierende Modi und die schiere Masse an spielbaren Charakteren macht Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 3 zum wohl besten Naruto-Spiel überhaupt. Freunde überspitzter Kämpfe und Animes greifen zu, Naruto Fans haben das ohnehin schon gemacht!

 

 

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3
91.0%
sehr gut
Story:
Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spieler: 1
Usk: Einstufung ausstehend
Pro
- Spannende Story
- Simples Kampfsystem
- Große Auswahl an Charakteren
- Schöne Cel-Shading-Optik
Contra
- Cutscenes teilweise etwas sehr lang
- Zu viele Ladezeiten
- Ausgewogenes Balancing der Charaktere fehlt (Online)
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