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Zurück zur Spiel-Seite Die Hüter des Lichts - Spieletest

Peter Ramsey feierte diesen Monat mit dem Animationsfilm Die Hüter des Lichts (original: Rise Of The Guardians) Premiere. Die Kritiken reichen von „solide“ bis „sehr gut“ und passend zum Film gibt's das gleichnamige Spiel.

Darin werdet ihr nach einem kurzen und schwammigen Comic-Intro in die Rolle der Helden gesteckt. North, die grobschlächtige Version des Weihnachtsmannes mit russischem Akzent, Bunny, der wahrhaftige Osterhase, Tooth, die Zahnfee, der Sandmann und Jack Frost, der Protagnist des Films, müssen nämlich unbedingt und auf der Stelle den fiesen Pitch davon abhalten, den Kindern Albträume zu bescheren - so ein Schurke aber auch!

Jeder Charakter verfügt über spezielle Attacken, die zu Combos aneinandergereiht und gezielt platziert werden können. Wer alleine spielt, kann jederzeit die einzelnen Helden durchwechseln, während die anderen kampfeslustigen Begleiter von der KI übernommen werden. Dazu kommt die Möglichkeit, jederzeit zwischen den unterschiedlichen Bereichen, hin und her zu reisen. Und als wäre das noch nicht genug, gibt's obendrauf noch eine Portion Rollenspiel mit auflevelbaren Skills und Perks, die eure Fähigkeiten langfristig verbessern. Die Grundzutaten für ein umfangreiches und spaßiges Hack'n'Slay sind vorhanden!

Leider erweist sich das Gameplay selbst als hochgradig repetitiv. Ihr macht immer und immer und immer und immer und immer und wirklich immer das Gleiche. Mittels Übersichtskarte geht's zum nächsten Missionspunkt und dort werden Gegner verdroschen. Und zwar zuhauf! Egal, ob ihr apathisch in der Gegend herumstehende Kinder beschützt, selbige aus Käfigen befreit, Schätze sammelt oder Schnellreisestationen freischaltet - es läuft ausnahmslos immer darauf hinaus, dass ihr solange auf die X-Taste hämmert und gelegentlich eine Spezialattacke auslöst, bis die unsägliche Horde endlich nachgibt. Da nützen auch die abwechslungsreichen Umgebungen und wirklich schicken Effekte nichts.

Mittels der verdienten Erfahrungspunkte könnt ihr im Anschluss an die Kämpfe eure Attribute aufleveln. Glücklicherweise wird hier eine automatische Funktion geboten, denn die einzelnen Skillpunkte wirken sich kaum spürbar auf das Geschehen aus. Auch die Ausrüstung von Kristallen wirkt aufgesetzt und schnell schalteten wir einfach gelangweilt alles frei um dann einfach irgendetwas auszurüsten.


FAZIT

Natürlich kann es sein, dass die jüngere Zielgruppe im lokalen Multiplayer kurzweilig Spaß an dem Titel hat. Aber das Gameplay wiederholt sich genauso oft wie die blassen Sprachsamples der Charaktere, die Rollenspiel-Aspekte wirken aufgesetzt und von der Geschichte bekommt man letztlich kaum etwas mit. Ganz übler Lizenzschrott! Wer nach einem atmosphärischen und spaßigen Spiel sucht, um den Kleinen eine Freude zu Weihnachten zu machen, ist mit den LEGO-Titeln deutlich besser bedient.

- Stefan Simond

Die Hüter des Lichts
26.0%
ungenügend
Story:
Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spieler: 4
Usk: USK 12
Pro
- abwechslungsreiche Gebiete
- lokaler Koop
Contra
- dröges Kampfsystem
- nervige Sprachsamples
- keine nennenswerte Handlung
- ständige Wiederholung
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