Eigentlich
ist Ski-Doo Snowmobile Challenge gar nicht neu. Wir wollen
euch aber nicht reinlegen oder sind gar ahnungslos, nein, das
Schlitten-Spiel ist schon 2009 erschienen - allerdings nur in den USA
und in Kanada. Jetzt hat es der Titel mittels Flashpoint AG
doch noch auf den deutschen Markt geschafft. Dummerweise etwas zu
spät!
Auf der Packungsrückseite werden große Versprechungen gemacht. Man
könne den ultimativen Adrenalinkick erleben, Freestyle-Stunts
durchführen und mit packende Online-Rennen mit 12 Spielern fahren.
Eingehalten wird davon aber leider eher wenig. Besser gesagt, gar
nichts.
Im
Spiel begrüßt euch zunächst ein etwas träges Menü, in dem ihr
eure Karriere starten, Einzelrennen fahren oder besagte
Multiplayer-Modus betreten könnt. In ersterem schaltet ihr durch
Rennerfolge neue Schlitten frei und werdet zudem mit Geld entlohnt,
was euch wiederum erlaubt, euer Gefährt aufzumotzen. Leider gibt es
einige Dinge, die dem Spaß schon sehr bald einen Strich durch die
Rechnung machen. Grafisch wird Ski-Doo
Snowmobile Challenge bereits
2009 niemanden mehr vom Hocker gehauen haben und auch das
Geschwindigkeitsgefühl glänzt durch Abwesenheit. Eine nette
Mechanik stellt das Vor- oder Zurücklehnen des Fahrers auf dem
Schlitten dar, wodurch ihr entweder besser Beschleunigen oder engere
Kurven fahren könnt. Leider gestaltet sich das in der Umsetzung
spätestens in den Stunt-Challenges als problematisch. Die Steuerung
fühlt sich dabei aber unangenehm sperrig an und macht Stunts zur
Geduldsprobe. Die konventionellen Rennen gehen in Ordnung, sind aber
weder spektakulär noch besonders mitreißend.
Musikalisch wird die Sache mit treibendem Rock untermalt, was auf den
ersten Blick ziemlich gut passt. Die musikalische Auswahl, so könnte
man meinen, ist einer der größten Pluspunkte. Doch zu schnell
wiederholen sich die Stücke. Bereits nach kurzer Zeit drängt sich
das Gefühl auf, dass die Playlist ganze drei Lieder umfasst.
Aber es gibt ja noch den Multiplayer-Modus. Gemeinsam macht doch
irgendwie alles Laune! Und das stimmt auch, denn im Splitscreen kann
die Sache schon einigermaßen unterhaltsam sein (siehe unser
Angezockt oben im Artikel!). Von den Online-Rennen mit 12 Spielern
bleibt aber wenig übrig, denn die Server sind fast so leer wie der
Geldbeutel eines Videospiel-Redakteurs gegen Monatsende.
FAZIT
Es
verwundert nicht, dass die Online-Server von Ski-Doo Snowmobile
Challenge eher unbelebt sind. Es möchte scheinbar kaum jemand
intensiv spielen. Und das ist auch gut nachvollziehbar, denn es ist
weder Fisch noch Fleisch. Für arcadige Action zu sperrig und für
eine Simulation zu unrealistisch. Wer wirklich arcadige Renn-Action
mit Boosts, Blur-Effekten und Stunts möchte, der sollte sich eher
SSX oder Ubisofts Mad
Riders anschauen.