Ich bemängele nicht, dass er sich als Person über die "normalen Leute" stellt, sondern dass er die einzelnen Mails aus dem Kontext, in dem sie verfasst wurden, entfernt und seine subjektive Wahrnehmung der Gesamtsituation öffentlich als Maßstab an jede einzelne, eingegangene Mail ansetzt.
Konkret: Aus seiner persönlichen Perspektive sind die ersten 200 Mails hochwertiger/emotionaler gewesen, als die folgenden 300 (bis auf Ausnahmen). Das ist verständlich und vollkommen menschlich, wenn man sich in seine Situation versetzt.
Aus der Sicht jedes einzelnen Fans ist jedoch die jeweils eigene Mail die "erste" und steht in ihrer Wertigkeit in keinem Kontext/Zusammenhang zu/mit irgendwelchen anderen Mails. Im Nachhinein zu hören, dass sie vom Empfänger öffentlich in diesen Kontext gebracht und gleichzeitig dadurch in ihrer subjektiv von ihm empfundenen Wertigkeit herabgestuft wurde, kann ernüchternd wirken. Zumal man noch nicht einmal die Möglichkeit hat, Einfluss darauf zu nehmen, wann die eigene Mail gelesen wird...
Lange Rede, kurzer Sinn: Er darf und soll natürlich so empfinden, wie er es tat. Das ist menschlich und ganz normal. Wenn man jedoch, gerade als Person des "öffentlichen Lebens", etwas mehr Empathie an den Tag legt, vermeidet man derartige Aussagen in Interviews, und nimmt jede einzelne Mail (zumindest nach Außen) als das, was sie ist: Die individuelle Danksagung eines begeisterten Spielers und nicht Nummer 436/500.
Eines steht für mich jedoch natürlich auch trotz dieses kleinen Fauxpas' weiterhin felsenfest: Auf seinem Gebiet ist und bleibt er ein Genie und ich freue mich jetzt schon wie ein kleines Kind auf das nächste Spiel aus seiner Feder.